Republik Schwion

11. Jahrhundert
Die Wallfahrt zum „Wundersamen Tuch“ im Katarinenkloster entwickelt sich und zieht immer mehr Pilger an. Das Tuch, das der Überlieferung zufolge das lebensgroße Abbild eines Gekreuzigten zeigt, gilt als Christus-Reliquie. Sein Ursprung verliert sich im Dunkel der Geschichte.

1040-1060
Der kimmerische Herzog Angantyr vereint in den blutigen "Einigungskriegen" die Siedlungsgebiete der Gotonen und der Kimmerier zum "Herzogtum der Gotonen und Kimmerier", das sich fortan bis ins Osning-Hochland erstreckt. Teile der unterjochten Gotonen fliehen ins Gebirge und können dort lange Zeit ihre Unabhängigkeit bewahren.

12. Jahrhundert
Kimmerische Ritter dringen wiederholt ins Osning-Gebirge vor und unterwerfen nach und nach die dort in Sippen gegliedert lebenden Gotonen. Am Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen umfasst das "Herzogtum der Gotonen und Kimmerier" das gesamte Gebiet des heutigen Sinai, Teile des Währener Landes und die heutigen Neuenburger Landgemeinden Oberswinetal und Nemstein („Ostgotland“).

1142-1145
Erster Schwionisch-Sinaitischer Krieg. Die Grafen von Schwion nutzen die Bindung der herzoglischen Truppen beim Kampf gegen die Gotonen und marschieren nach Norden. Sinai unterliegt zwar, kann jedoch nicht dauerhaft besetzt werden, sodass die schwionischen Truppen bereits nach drei Jahren Sinai wieder verlassen müssen.

13. Jahrhundert
In Sinai entwickeln sich unter der Herrschaft der kimmerischen Herzöge Handwerk und Handel rasant, Kunst und Kultur nehmen einen ungeahnten Aufschwung. Schwion gerät unter wachsenden sinaitischen Einfluss. Unter Herzog Leovigild erfolgen mehrere Stadtgründungen, so 1236 die "Urbs Leonis" (Stadt des Löwen), das heutige Leonsburg, 1242 Ermanich im Norden des Landes und 1250 Sokol hinter dem Osning. Zur Hauptstadt erwählen sich die Herzöge 1263 Leonsburg am Nordufer des Großen Löwensees, nachdem das Land zuvor jahrhundertelang von verschiedenen Residenzen aus regiert worden war.

1280-1290
Ordensritter des Turanischen Ordens errichten erste Niederlassungen am Katarinenweg, dem alten Pilgerweg von Turanien über Krienburg und Setterich zum „Wundersamen Tuch“ im Katarinenkloster.

1318
Um den wachsenden Einfluss aus Sinai zurückzudrängen, konvertiert der Graf von Schwion zum turanisch-katholischen Glauben und verbündet sich mit dem Turanischen Orden.

1319-1323
Mit der militärischen Macht des Ordens in der Hinterhand zwingen die Grafen von Schwion ihre Vasallen zum Übertritt zum turanisch-katholischen Glauben. Die Würdenträger der alten Kirche werden als „Ketzer“ diskreditiert und zur Konversion gezwungen. Wer nicht konvertiert, wird verfolgt. Manch ein „Ketzer“ findet sein Ende auf dem Scheiterhaufen. Die Bistümer Setterich und Krienburg werden dem Patriarchat von Königsberg unterstellt.

1324-1326
Der Turanische Orden richtet sein Augenmerk auf Sinai, um auch dort den „wahren Glauben" durchzusetzen. Herzog Theodahad stirbt in der Schlacht im
Æmmental. Der mächtige Adlige Baldrich konvertiert 1324 zum turanisch-katholischen Glauben, dient sich dem Orden als neuer Herzog an und unterstützt den Missionsfeldzug durch sein Land. Das Bistum Leonsburg wird neu geschaffen und dem Patriarchat von Königsberg unterstellt. Der letzte Widerstand der alten Kirche erlischt 1326 mit der Eroberung des Klosters Baldrung, die Gebäude werden geschleift.

1327-1329
Unter dem Vorwand der weiteren Missionierung besetzen schwionische Truppen mit Duldung des Turanischen Ordens das dünn besiedelte gebirgige Hochland nördlich des Swinetals, den heutigen Landsbezirk Neuenburg, und gliedern es der Grafschaft ein. Auch die Siedlungsgebiete der Gotonen bis zum Berg Sinai, das Gebiet der heutigen Landgemeinden Oberswinetal und Nemstein mit der wichtigen Pass- und Handelsstraße durch den Osning fällt an Schwion. Der vom Orden abhängige Herzog Baldrich ergreift keine Gegenmaßnahmen.

1389
Auf dem Höhepunkt seiner Macht wandelt Herzog Baldur (reg. 1379-1416) das "Herzogtum der Gotonen und Kimmerier" in das "Großfürstentum Sinai" um, sich selbst macht er zum Großfürsten. Den Namen, der vom höchsten Berg des Osning-Gebirges herstammt, wählt er aus politischen Gründen.